Praxis-DV Anbindung mit GDT

Inhalt

Einführung

Alle auf einzelne Patienten bezogene Aktionen, z.B. Ausdruck der Impf-Formulare, Vereinbarung eines Termins oder die Dokumentation der Impfung werden durch einen Aufruf aus Ihrer Praxis-DV mit Hilfe der sog. “GDT”-Schnittstelle ausgelöst.

“GDT” (“Gerätedatentransfer”) ist hierbei das einzige etablierte Verfahren, mit denen auf standardisierte Art und Weise Informationen, z.B. Patientenname, Adresse zwischen einem Praxis-DV System und Programmen von Drittanbietern ausgetauscht werden können.

Andere Verfahren, wie beispielsweise HL7 und DICOM, sind zwar leistungsfähiger und technisch fortgeschritten, sind aber im Ökosystem deutschprachiger Praxis-DV Systeme kaum verbreitet.

iSEKS Impfl setzt daher auch auf die “GDT”-Schnittstelle und nutzt diese zur Kommunikation mit Ihrer Praxis-DV.

Die GDT-Schnittstelle ist ein sog. “Dateiaustauschverfahren”, d.h. man vereinbart ein gemeinsames Verzeichnis in das die Partner Dateien hineinschreiben, die von der Gegenstelle eingelesen wird.

An dieser Stelle wird dargestellt, wie GDT-Schnittstelle auf der Seite von iSEKS Impfl konfiguriert wird. Die Einstellungen Ihrer Praxis-DV erhalten Sie von Ihrem Systembetreuer – Oder von iSEKS ( Kontakt ).

Allgemeine Informationen zu den GDT-Standards erhalten Sie beim “Qualitätsring Medizinische Software”.

Konfiguration der GDT-Schnittstelle

  1. Erstellen Sie ein Verzeichnis, über das GDT Dateien ausgetauscht werden sollen und stellen Sie sicher, dass sowohl Praxis-DV wie auch Impfl lesend und schreibend auf das Verzeichnis zugreifen können (z.B. /Users/Benutzername/GDT-Impfl)

  2. Klicken Sie bitte auf das “iSEKS Impfl” Symbol und wählen Sie “Information”.

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  1. Öffnen Sie das Modul “GDT” und ziehen Sie das Austauschverzeichnis per “Drag and Drop” genau auf die Pfadangabe hinter “GDT Verzeichnis: “. Bitte zielen Sie genau. Sonst funktioniert das nicht :-).
  1. Legen Sie die den “Senderteil” und den “Empfängerteil” für den Dateinamen der GDT Datenaustauschdateien fest. “Senderteil” bezieht sich dabei auf den Bezeichner für iSEKS Impfl und “Empfängerteil” auf die Praxis-DV. D.h. “Sender” und “Empfänger” ist aus der Perspektive von iSEKS Impfl gemeint, wenn “iSEKS Impfl” Daten senden würde.

Beispiel:

Dateiname (Senderteil): iSEKS
Dateiname (Empfängerteil): PEDV`

Dann lautet

  • der Dateiname für Aufruf aus der Praxis-DV an Impfl: SEKSPEDV.GDT
  • der Dateiname für Antwort von Impfl an Praxis-DV: PEDVSEKS.GDT

Für den Datenträgeraustausch verwendet iSEKS Impfl stets die Endung “.GDT”. Bereits vorhandene Dateien gleichen Namens werden überschrieben.

  1. Legen Sie den Zeichensatz fest. Die Kodierung für den Datenaustausch zwischen Sender und Empfänger muss übereinstimmen. Ist diese Einstellung falsch gewählt, werden ggf. Umlaute nicht korrekt übertragen. Für GDT wird als Standardzeichensatz CP-437 (IBM 8-Bit, DOS-US oder OEM-US) verwendet. Wenn Sie unsicher sind, können Sie daher die Standardeinstellung unverändert lassen und hoffen, dass Ihre Praxis-DV denselben Zeichensatz verwendet.

  2. Legen Sie schließlich fest, auf welches “Geräte und verfahrensspezifische Kennfeld” iSEKS Impfl reagieren soll. Rufen Sie dazu das Modul “COVID-19” auf und überprüfen Sie, ob unter “Impf-Zentrale” bei “Aktivierung” das richtige Kennfeld eingetragen ist (z.B. “ALLG00”). Ihre Praxis-DV muss beim Übermitteln von GDT-Dateien zur Aktivierung des “Impfl” dasselbe Kennfeld verwenden. Anderenfalls ignoriert der Impfl die GDT-Anforderung.

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Konfiguration der GDT-Schnittstelle Ihrer Praxis-DV

Jede Praxis-DV ist anders. Daher können wir an dieser Stelle nur einige grundsätzliche Richtlinien zur Konfiguration geben. Folgende Einstellungen sind wichtig.

  • GDT-Austauschverzeichnis: Bitte wählen Sie hier dasjenige Verzeichnis, dass Sie auch bei Impfl eingestellt haben.
  • Endung der GDT-Dateinamen: Hier müssen Sie “.GDT” einstellen.
  • Satzart: iSEKS Impfl reagiert auf die Satzarten “Untersuchung Anfordern” (6302) oder “Stammdaten übermitteln (6301)”
  • Zeichensatz: Sollte ein anderer Zeichensatz als “CP-437/IBM” eingestellt sein, so müssen Sie diesen auch im Impfl entsprechend einstellen.
  • Dateiname für das Senden von GDT-Dateien: Stellen Sie “SEKSPEDV.GDT” ein, wenn Sie beim Impfl als “Senderteil” SEKS und als “Empfängerteil” PEDV eingerichtet haben.

Manche Praxis-DV Systeme erforden die Angabe eines Programms, das bei der Übermittlung (Start der Untersuchung) gestartet wird. Eine solche Angabe ist für iSEKS Impfl nicht nötig, da der Impfl stets im Hintergrund läuft und das GDT-Austausch Verzeichnis überwacht. Sie könnrn ein “Dummy-Programm” angeben (z.B. “c:\dummy.bat”). Wenn erforderlich können Sie dort eine Batch-Datei mit dem Inhalt

@ECHO OFF

erzeugen.

Falls die GDT-Anbindung nicht gelingen sollte, fragen Sie bitte Ihren Praxis-DV Betreuer um Rat oder kontaktieren Sie uns: Kontakt